Das Bürgermeisteramt
… und mein Selbstverständnis
Ein Bürgermeister in Bestwig hat im Wesentlichen drei Funktionen. Zunächst obliegt ihm die Repräsentation der Gemeinde und der Bürgerschaft bei wichtigen Anlässen. In dieser Funktion vertritt er zudem die Interessen der Gemeinde in einer Vielzahl von öffentlichen und privatrechtlichen Gremien. Zum Zweiten ist er der Vorsitzende des Gemeinderats und des Haupt- und Finanzausschusses. Er legt als solcher die Tagesordnungen dieser Sitzungen fest und leitet diese. Zum Dritten ist der Bürgermeister auch der Leiter der Gemeindeverwaltung und damit Dienstvorgesetzter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Er führt mit diesen die Geschäfte der Gemeinde und verantwortet die Vorbereitung und Ausführung der Beschlüsse des Gemeinderates.
Bei allem erforderlichen Respekt vor der Vielfalt der Aufgaben gehe ich davon aus, das Bürgermeisteramt kompetent und zum Wohle unserer Gemeinde wahrnehmen zu können und glaube, alle hierfür erforderlichen Befähigungen mitzubringen.
Warum freue ich mich auf das Amt?
Ich bin in Ostwig aufgewachsen, habe dann 17 Jahre lang in Velmede gelebt und wohne seit 2006 wieder in Ostwig - gemeinsam mit meiner Frau Sonja und unserem Sohn Jakob. Ich bin also Bestwiger „durch und durch“ und betone gerne - auch stolz darauf. Der Bürgermeister hat in einer Gemeinde eine Schlüsselfunktion. Er kann viele positive Akzente setzen. Es wäre mir eine Ehre, dies für die Menschen meiner Heimatgemeinde mit Herz und Verstand zu tun.
Kommunal, kompetent, konstruktiv.
... der pragmatische Ansatz
Als mich die CDU Bestwig im Sommer 2024 gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, für diese als parteiloser Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl im September 2025 anzutreten, habe ich mich über den Vertrauensbeweis sehr gefreut. Ganz offensichtlich war für die CDU Bestwig nicht das Parteibuch das maßgebliche Kriterium zur Auswahl ihres Kandidaten. Man hatte nach eigenem Bekunden vielmehr auf Erfahrung und Kompetenz geschaut - das war mir sympathisch - und bei näherer Betrachtung auch nicht abwegig, was die folgenden Fakten belegen:
Als Geschäftsführer der Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) bin ich Vorgesetzter von zurzeit 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Gemeindeverwaltung in Bestwig hat eine personell vergleichbare Größe.
HochsauerlandEnergie GmbH (HE) und HSW werden im Jahr 2025 gemeinsam einen Jahresumsatz von rund 43 Mio. Euro haben, was das Volumen der Erträge im Ergebnisplan 2025 des Haushalts der Gemeinde Bestwig (rund 28 Mio. Euro) deutlich übersteigt.
Der Sportverein TV Germania 1899 Ostwig e.V. (TV) hat als Mehrspartensportverein rund 1.150 Mitglieder und wurde für seine herausragende Kinder- und Jugendarbeit mehrfach ausgezeichnet.
Als Geschäftsführer der Kommunalunternehmen HSW und HE war und bin ich nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für die Vorbereitung von Beschlüssen mit teilweise großer Tragweite und für strategische Weichenstellungen verantwortlich. Zudem bin ich Repräsentant der Unternehmen und trage die Personalverantwortung. Das wäre - so wie die 22 Jahre meines Vorsitzes beim TV - ohne eine entsprechende soziale und fachliche Kompetenz sowie ein dem Allgemeinwohl verpflichtetes Selbstverständnis nicht möglich. Die Erfahrung aus fast 40 Jahren gemeinnützigen Engagements für die Menschen vor Ort und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem großen Ehrenamtsteam haben mich geprägt.
Wie verstehe ich mich als Bürgermeister?
Ich trete als parteiloser Bürgermeisterkandidat an und werde im Falle meiner Wahl auch ein parteiloser Bürgermeister bleiben. Dies ist vorab auch so mit der CDU Bestwig besprochen und zeigt bereits einen nicht unwesentlichen Teil meines Verständnisses vom Mandat.
Ich möchte bekennend Bürgermeister aller Bestwiger sein - bewusst losgelöst von einer Parteizugehörigkeit - auch um damit deutlich zu machen, Entscheidungen jederzeit und ausschließlich durch das sorgfältige Abwägen vernünftiger Argumente herbeizuführen. Dieser Leitgedanke definiert zugleich mein Verständnis über mein zukünftiges Verhältnis zum Gemeinderat und zur Gemeindeverwaltung.
Meine Sicht auf viele wichtige Punkte, die uns in Bestwig zurzeit und in Zukunft beschäftigen, habe ich in meinem Wahlprogramm niedergelegt. Mir ist dabei bewusst, dass ein Wahlprogramm immer nur einen Teil der kommunalen Themen behandeln kann. In meinem Wahlprogramm wird deutlich, welchen Blick ich auf Herausforderungen, Chancen und Entwicklungen habe. Auf eine bestimmte Rolle, die ich im Amt des Bürgermeisters zur Umsetzung meines Wahlprogramms einnehme, werde ich mich dabei nicht festlegen. Diese wird ganz sicher von wechselnder Natur sein: Mal Gestalter, mal Verwalter, mal Mahner, mal Antreiber, seltener Bedenkenträger, eher Impuls- und Ideengeber, hoffentlich ganz selten Tröster, meistens Realist, manchmal Visionär …
Versprechen kann ich, dass ich für alle Bestwiger jederzeit ein offenes Ohr haben werde. Kommunikation und Transparenz sind mir ebenso wichtig wie Fairness und Verlässlichkeit.
Diese Eigenschaften sind unverzichtbar, wenn man gemeinsam das Beste für Bestwig erreichen will. Das ist mein Selbstverständnis.







