Schulen, Kitas, Bildung und Familie
Für die Lebensqualität von Familien mit Kindern in unserer Gemeinde sind die drei in kommunaler Trägerschaft stehenden Grundschulen in Nuttlar, Ramsbeck und Velmede - einschließlich des Angebots für den offenen Ganztag in Velmede - sehr wichtig. Deren Fortbestand ist mit Blick auf die Geburtenzahlen mittelfristig gesichert. Zudem sind für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowohl sichere und durchdachte Regelungen für den Schultransport (Vermeidung von „Eltern-Taxis“) als auch ergänzende flexible Betreuungsangebote (Nachmittags- und/oder Hausaufgabenbetreuung) wünschenswert. Die vorschulische Kinderbetreuung wird in Bestwig zurzeit über ein qualifiziertes und recht vielfältiges Angebot durch acht Kitas in freier oder kirchlicher Trägerschaft und einen Kindertagespflegeverein vorgehalten.
Leider verfügt unsere Gemeinde nicht mehr über schulische Angebote der Sekundarstufe I. Umso wichtiger sind die Angebote des Berufskollegs Bergkloster Bestwig mit seinen verschiedenen Bildungsgängen, die in Bestwig sowohl höhere Schulabschlüsse als auch Berufsabschlüsse in den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Soziales, Kunst und Gestaltung - bald auch Pflege - ermöglichen. Gleiches gilt für die Bildungsakademie für Therapieberufe, die eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Ergo- oder Physiotherapeuten ermöglicht und im Franz-Hoffmeister-Schulzentrum untergebracht ist.
Das Franz-Hoffmeister-Schulzentrum wird nach der befristeten Nutzung durch die St. Walburga Hauptschule Meschede bald wieder in großen Bereichen leer stehen. Das bietet die Chance, dort weitere Bildungsgänge anzubieten. Vielleicht gelingt es aber auch, dort neue für die gesamte Bevölkerung nutzbare therapeutische Angebote oder sogar eine haus- oder fachärztliche Versorgung anzusiedeln. Das wird schwer … aber lohnenswert ist der Versuch allemal. Die Idee des „Gesundheits-Campus“ wird jedenfalls zugleich der Tatsache einer alternden Bevölkerung und dem Wunsch nach mehr Familienfreundlichkeit gerecht.
Schon seit 2006 vermarktet die Gemeinde Bestwig für Familien mit Kindern vergünstigtes Bauland, seinerzeit zunächst im kommunal erschlossenen Baugebiet Westfeld. Dies war bzw. ist für junge Familien durchaus ein finanzieller Anreiz, in der Gemeinde Bestwig zu bauen und sich hier niederzulassen. Vor allem aber ist diese Entscheidung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ein kluger Schachzug im Wettbewerb um Einwohner. Das Baugebiet Westfeld ist zwar heute fast vollständig bebaut, aber: Es werden zukünftig in Heringhausen und Ostwig auch wieder neue Baugebiete erschlossen. Die Idee des „vergünstigten Baulands“ ist gut. Wir brauchen mehr solcher wegweisenden und klugen Entscheidungen.
Meine Position
Als Bürgermeister werde ich alle Angebote und Ideen fördern und unterstützen, die dazu dienen, die Kinder- und Familienfreundlichkeit als wichtigen Standortfaktor in unserer Gemeinde zu stärken.
Eine ausreichende Anzahl qualifizierter vorschulischer Kinderbetreuungsplätze, der Erhalt unserer Grundschulen und bestmögliche schulische Bedingungen sind für mich ein „kommunales Muss“. Investitionen in unsere Schulen sehe ich als Investition in unser aller Zukunft. Die zurzeit bestehenden schulischen Angebote sollten erhalten und - wenn möglich - weiter ausgebaut werden.